Heinz Erhardt war in meinen Augen einer der besten Comedians – wie sie ja heutzutage heißen. Sein Theaterstück mit G, auch bekannt als G-Sketch, ist mein absoluter Favorit.

“Das ist das hüpfende Komma!”

E-Mail-Spam ist man mittlerweile gewohnt, auch bei Twitter sind gefühlt 90 % aller Tweets Spam. Blog-Betreiber werden genauso wenig von diesen werblichen Nachrichten verschont. Jeden Tag darf ich, trotz vorgeschalteten Spamfilters, etliche Kommentare manuell löschen.

Gerade eben leitete mir mein Blog-System die Anfrage nach einer Kommentar-Freischaltung weiter, deren Inhalt wie folgt aussah:

“I’m currently being held prisoner by the Russian mafia penis enlargement and being forced to post spam comments on blogs and forum! If you don’t approve this they will kill me. penis enlargement They’re coming back now. Name der Firma Please send help! nitip penis enlargement

Alle kursiven und unterstrichenen Wörter waren Links auf die Seite des Anbieters.

Das sind ganz neue Methoden für mich. Irgendwie lustig.

Da ich nicht in besonderem Maße leichtgläubig bin und mich mit den von der Natur gegebenen körperlichen Ausprägungen gut arrangieren kann, sehe ich mich nicht in der Pflicht, dem Werbenden zu helfen. Hoffentlich erwartet mich nun keine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung aus Russland.

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Wie Spiegel Online unter Berufung auf Helge Fahrnbergers Blog berichtet, hat die Buchhandlung Thalia in Österreich offensichtlich versucht, ihre Marktmacht zu missbrauchen. Ein kleiner Buchverlag und Buchhandel – Ennsthaler -, der in der selben Straße wie Thalia im Ort Steyr sein Geschäft betreibt, sollte “überredet” werden, seine Räume auf eigene Kosten zu renovieren und an Thalia zu vermieten.

Ennsthaler weigerte sich, woraufhin Thalia sämtliche Buchbezüge aus dem Ennstahler Verlag einstellte. Nur hatte Thalia, wie schon viele Unternehmen zuvor (Jack Wolfskin, Jako), nicht die Macht der Öffentlichkeit berücksichtigt. Viele Blogger diskutierten Thalias fragwürdige Methoden, eine Facebook-Gruppe wurde gegründet und schließlich berichtet sogar Spiegel Online. Letztendlich hatte Thalia ein Einsehen und bezieht nun wieder Bücher aus dem Ennsthaler Verlag.

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In der Zeitung “Die Zeit” No. 30 vom 22.07.2010 wird erneut über den Fall Dominik Brunner berichtet. Zwei Textpassagen weckten meine Aufmerksamkeit.

Zur Chronologie der Tat wird geschrieben: “Zunächst fordert ein Bekannter der beiden Angeklagten einige Stationen vor Solln [...] ein paar Euro von den vier Schülern, aus einer Laune heraus.”

“Christoph T., der für den versuchten Raub bereits rechtskräftig auf Bewährung verurteilt ist, schlägt dann zwei der Schüler, einen gegen die Schläfe, den anderen gegen den Oberkörper. Die Schüler weigern sich weiter, Geld herauszugeben. Christoph T. und die beiden Angeklagten lassen von ihrem halbherzigen Raubversuch spätestens ab, als die Augenzeugin Daniela H. (56) sich einmischt [...].”

Mir stellen sich nun zwei Fragen:

1. Warum wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt? Es handelt sich schon beim einfachen Raub um ein Verbrechen – der Versuch kann bekanntlich gleichermaßen bestraft werden. Nun gut, das sollen Richter entscheiden.

2. Nur warum verharmlost “Die Zeit” ein Verbrechen mit den Worten “halbherziger Raubversuch”? Die Wahl dieser Worte erscheint mir absolut unangemessen. Das harmlose “Abziehen” unter Jugendlichen ist keine Bagatelle! Viele Jugendliche und Kinder müssen täglich mit der Angst vor Raub – Abziehen erfüllt nun mal diesen Tatbestand – leben. Wenn eine große deutsche Zeitung solche Taten jedoch klein redet, muss sich niemand wundern, wenn beim nächsten Abziehen niemand mehr hinschaut, weil er meint, dies sei eine halbherzige Aktion, die unter Jugendlichen so üblich ist.

Später im Artikel wird über den ersten Schlag, der nach aktuellem Kenntnisstand von Dominik Brunner ausgegangen sein soll, berichtet. Brunner, die von ihm beschützten Jugendlichen und die Angeklagten Sebastian L. (damals 17) und Markus Sch. (damals 18) stiegen in München-Solln aus.

Der Reihe nach. Sebastian L. und Markus Sch. wollten eigentlich früher aussteigen, nicht erst in Solln. “Nach ihren Angaben haben sie bloß die richtige Station verpasst und wollen jetzt an Brunner und den Schülern vorbei auf einen anderen Bahnsteig. Nur eine Ausrede? Als der 18-jährige Sch. in Reichweite ist, geht Brunner zwei Schritte auf ihn zu und setzt ihm direkt >>eine g’scheite Faust<< in sein Gesicht, wie es eine der Schülerinnen formuliert.”

Weiter schreibt “Die Zeit”, dass offen bleibt, woher die Staatsanwaltschaft die Gewissheit nimmt, “Brunner sei mit dem Schlag nur einem unmittelbarem Angriff zuvorgekommen.”

Eine Zeugin habe vorher keinen Angriff gesehen. “Die Zeit” weiter: “Notwehr, an der die Ermittler nach wie vor festhalten, sieht anders aus.”

Also, die Angeklagten fahren zufällig zu weit mit der Bahn, steigen zufällig am selben Bahnhof wie Brunner und die Schüler aus und laufen zufällig an der Notgemeinschaft vorbei. Sind evtl. ausgesprochene Drohungen bekannt, die Brunner vielleicht davon ausgehen ließen, dass ein Angriff bevorstand? Anscheinend nicht, also in dubio pro reo. Aber vielleicht sollte man das Verhalten der Täter nach der Tat in die Bewertung mit einbeziehen.

“Die beiden Täter ziehen sich kurz zurück, Sch. steckt einen Schlüssel zwischen die Finger seiner Faust. Er greift mit Sebastian L. Dominik Brunner an, nunmehr koordiniert: einer von vorn, einer von hinten.”

Dominik Brunner kommt zu Fall. “Markus Sch., so Zeugen, tritt weiter auf den Liegenden ein.”

Macht man das heute so auf der Straße? Steckt man sich sofort einen Schlüssel zwischen die Finger und geht zu zweit auf jemanden los? Habe ich etwas nicht mitbekommen? Selbst wenn Brunner tatsächlich nicht in Notwehr den ersten Schlag gesetzt haben sollte, ist die Situation danach nicht völlig neu zu bewerten? Ist diese Aktion keine Rache für den eingesteckten Faustschlag? Ist dies nicht zumindest versuchter Mord, wenn auf einen am Boden liegenden Menschen eingetreten wird, womöglich noch auf den Kopf?

“22 schwere Verletzungen habe die Obduktion ergeben”, keine soll direkt tödlich gewesen sein. 22 schwere Verletzungen. Dafür bedarf es enormer, von Hass erfüllter Kraftakte. Und muss zwei Menschen, die auf ein am Boden liegendes, wehrloses Opfer eintreten, nicht der Tod dieses Menschen zugerechnet werden, selbst wenn er durch einen – selbst dem Opfer – unbekannten Herzfehler – eintrat. Wurde diese Fehlfunktion nicht durch den Gewaltexzess heraufbeschwört? Nahmen sie den Tod Brunners nicht in Kauf?

“Notwehr, an der die Ermittler nach wie vor festhalten, sieht anders aus.”

Nein, liebe “Die Zeit”. Notwehr sieht in meinen Augen genau so aus! Nein, Jugendliche müssen sich nicht abziehen lassen. Ja, Erwachsene dürfen Nothilfe leisten. Und ja, Erwachsene dürfen auch den ersten Schlag gegen Jugendliche austeilen, wenn die Situation dies erfordert. Dominik Brunner ist in meinen Augen ein Held. Sicherlich bedarf es eines fairen Verfahrens gegen die Angeklagten Sebastian L. und Markus Sch., das alle Details berücksichtigt. Posthum medial an der Ehre des Dominik Brunners zu kratzen, geht mir persönlich jedoch zu weit. Es ist niemanden zu wünschen, an von der Gesellschaft verstoßene, drogensüchtige, betrunkene, perspektivlose Jugendliche zu geraten, deren Ehre durch die Schmach, die Ihnen Brunner zuteil werden ließ, zu geraten. Aber in der “Heilen Welt”, in der viele Redakteure offensichtlich leben, ist diese traurige Wahrheit noch nicht angekommen.

P.S.: Eigentlich wollte ich dieses Blog privat für unterhaltsame Themen verwenden und damit niemals politisch werden. Doch diese Worte musste ich loswerden – (m)ein Blog scheint mir der richtige Ort dafür.

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Bei unserem gestrigen Ausflug ins Bremer Nachtleben landeten wir zwischenzeitlich in der Kneipe “Zum lustigen Schuster”. Dort entdeckten wir unsere Vorliebe für Musik von Mike Oldfield. Shadow on the wall war der Hit des Abends.

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Oman - Muscat

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